Der Bow. Der Bogen.

Schon vor meiner Lehrzeit als Schreiner, damals in Bayern, habe ich mich für die künstlerischen Aspekte des Holzhandwerks interessiert: Schnitzen und Drehen, Arbeiten aus Wild- und Treibholz.

Als mir 2002 „Das Bogenbauerbuch“ in die Hände fiel, war ich noch eine Zeitlang stiller und faszinierter Leser, bevor ich auch handwerklich in eine neue Welt eintauchte – den Bogenbau !

Rückblickend glaube ich, recht schnell verstanden zu haben, worum es dabei ging. Alles bisher Gelernte half mir, zügig Fortschritte zu machen und schon bald ansehnliche, funktionierende Bogen zu fertigen.

Einige Zeit lang war ich zufrieden, neben Löffeln und Schalen auch Bogen aus einem einzigen Stück Holz zu fertigen.

Mich reizten jedoch mehr und mehr die Gestaltungsmöglichkeiten und Herausforderungen, die ich beim Bau laminierter fiberglasbelegter Bogen vermutete.

Und richtig, ein komplexes Thema eröffnete sich: technisch anspruchsvoll und sehr reizvoll durch die Notwendigkeit, unterschiedliche Materialien sinnvoll zu kombinieren. Dieses auszuloten beschäftigte mich für die nächsten Jahre erst einmal!

Im Jahr 2012, mittlerweile baute ich schon einige Zeit nicht mehr nur Bogen für mich selbst, wagte ich den Schritt in die Öffentlichkeit: Nach vielen Jahren Aufenthalt im Bogen-Universum mit Studieren, Probieren, Rechnen und Perfektionieren fühlte ich mich nun selbst schon wie… „Der Bow“!

Mit augenzwinkerndem Seitenblick auf einen meiner Lieblingsfilme behielt ich diesen Namen als Ausdruck für meine Hingabe an den Bogenbau.