Takedown-Bogen „Lova“ und „Runi“

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Der Weg zum Takedown-Bogen…

Traditionell un-teilbar!

Seit vielen Jahren baue ich gerne, und mit Erfolg, meine Bogenmodelle „an einem Stück“.  Das ist sicher meiner persönlichen Vorliebe geschuldet:  Einteilige Bogen gefallen mir sehr gut, die Form fließt harmonisch, im Ganzen sieht der Bogen für mich schlüssig und funktional aus.

Warum also jetzt mehrteilige Bogen?

Ich wollte gerne auf regelmäßige Nachfragen von Kunden reagieren und auch Takedown-Bogen anbieten können.  Mir ist wichtig, daß diese neben ihrer angestrebten (reduzierten) Ästhetik absolut präzise ausgerichtet und spielfrei verschraubt werden können.  Das reizt mich dann handwerklich schon wieder, so daß ich mich gerne daran begebe!

TD-Langbogen „Lova“

Der Bogen ist geformt nach der Geometrie des Einteilers „Verus“.  Ich wollte auch die schlanke Draufsicht meines Langbogens erhalten.  Das Aufspannbild ist ähnlich, die Grifflage ist minimal nach hinten gewandert.
Durch den effektiv längeren und steiferen Griffbereich empfehle ich für 28 Zoll Auszug eine Bogenlänge von 64 Zoll, entsprechend 66 Zoll bei 30 Zoll Auszug.
Die Wurfarme sind mit einer M8-Gewindeschraube befestigt und werden über zwei passgenau eingelassene, gehärtete Stifte spielfrei in Stahlbuchsen positioniert.  Wahlweise können die Wurfarme halb versenkt oder frontbündig angesetzt werden.

Der Schuss aus diesem Bogen: Schön straff und leise, ruhig im Griff und mit super Wurfleistung – ich bin glücklich!

TD-Recurve „Runi“

„Der sieht ja aus wie (…eine bekannte Bogenmarke)!“

Ja… und Nein. Das Prinzip „Griff vorne – Wurfarme hinten“ ist natürlich optisch so markant, daß uns Vergleiche fast automatisch in den Sinn kommen. Ich möchte diese Bauweise dennoch auch für mein Bogenmodell „Runi“ nutzen, denn für mich hat das Design viele Vorteile:

Torsionsstabiles System – es ist kaum möglich, den Griff aus der Sehnenspur zu verspannen und dem Pfeil ein seitliches Moment mitzugeben.
„Weicher Auszug“ – sehr moderat ansteigendes Zuggewicht, weite maximale Auszugsweite im Verhältnis zur Bogenlänge.

„Runi“ hat die gleiche, formschlüssige Befestigungsmethode für die Wurfarme wie der Takedown-Langbogen. Ich bin von diesem System überzeugt und kann es nach Fertigung passender Vorrichtungen reproduzierbar auf alle auch künftigen Modelle anwenden – und alles mit normalen Werkstattmitteln ohne Computerunterstützung…

Ausblick

In konkreter Planung ist – natürlich – noch ein Hybrid-Takedown.  Weiterhin schwebt mir ein Modell auf Siri-Basis vor: halbstatische Tips und stark deflexer Griff.  Nicht vergessen ist der im Griff zerlegbare Zweiteiler. Der scheint mit der exakten Indexierung über gehärtete Beschläge auch wieder ein Stück wahrscheinlicher zu werden…  Nachtrag: Zweiteiliger Bogen am Start! Siehe diesen Beitrag